AUERHUHN UND WINDENERGIE

Das Projekt „Auerhuhn und Windenergie“

Zum aktuellen Zeitpunkt ist wenig bekannt, wie Auerhühner auf Windenergieanlagen (WEA) und die mit dem Bau eines Windparks verbundenen Folgen reagieren. Im Juli 2014 wurde daher unter der Führung von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) das Projekt „Auerhuhn und Windenergie“ gestartet. Ziel des fünfjährigen Forschungsprojektes ist mehr Erkenntnisse über den möglichen Einfluss von WEA auf Auerhuhn-Populationen zu gewinnen. Ergebnisse und genauere Informationen finden Sie auf www.auerhuhn-windenergie.de.

Nach dem sogenannten Before-After-Control-Impact (BACI) – Prinzip werden die Untersuchungen in drei Phasen durchgeführt: Vor, während und nach dem Bau von WEA. Gleichzeitig werden in Referenzflächen ohne Windenergie die gleichen Untersuchungen durchgeführt.

Untersuchungen am Standort Hochpürschtling

Da wir als Windheimat GmbH uns einer zukunftsträchtigen Energiegewinnung im Einklang mit der Umwelt verschrieben haben, haben wir den Windpark am Standort Hochpürschtling für Untersuchungen in diesem Zeitraum freigegeben.

Noch im Sommer 2012 wurden an verschiedenen Stichprobenpunkten erste Aufnahmen noch vor dem Bau der Windenergieanlagen zum Lebensraum der Auerhühner und deren Vorkommen durchgeführt. Das Auerhuhn- Vorkommen wurde mittels der Suche nach indirekten Nachweisen (vor allem Losung und Federn) kartiert. In den folgenden Jahren (2013 bis 2017) wurden die gleichen Aufnahmen zum Auerhuhn-Vorkommen jeden Sommer wiederholt. Im Jahr 2013, 2016 und 2017 wurde die Untersuchungsfläche wegen der möglichen Erweiterung des Windparks vergrößert.

Vorläufige Ergebnisse

Am Hochpürschtling kommen drei Raufußhuhn Arten vor: Auerhuhn, Birkhuhn und Haselhuhn. Die Federn der einzelnen Arten können gut unterschieden werden, allerdings ist bei der Bestimmung der Losung teilweise die Artzuordnung schwierig bzw. unmöglich ohne genetische oder Nahrungs- Analysen.

Es gibt daher auch Nachweise die sowohl vom Auerhuhn als auch vom Birkhuhn sein können; diese Daten sind extra erfasst und werden auch gesondert in der Analyse berücksichtigt.

Am Hochpürschtling wurden jedes Jahr an zwischen 3,9% und 18,9% der Stichprobenpunkte Auerhuhn-Nachweisen gefunden (Tabelle 1). Interessanterweise sieht man über die Jahre eine Zunahme an sicheren Auerhuhn Nachweisen, in wie weit dies mit einer Bestandes Zunahme im Untersuchungsgebiet zusammenhängt ist aber noch nicht zu beantworten.

Mehr Informationen finden Sie auf www.auerhuhn-windenergie.de !