BAUPHASE

Die bauliche Infrastruktur des Projekts besteht aus der Zufahrtsstraße zum Windpark, den windparkinternen Transportstraßen, den Kranstellplätzen und den Fundamenten.

Der Transport der Windkraftanlagen erfolgte über die Schanzsattelstraße L 114. Der Ortskern von Stanz wurde dabei über ein bestehendes Sägewerksgelände umfahren.

Etwa 700 m vor dem Schanzsattel zweigte der Transportweg auf einen bestehenden Forstweg ab und führte weiter über einen neu errichtet Verbindungsweg auf einer Länge von ca. 4,7 km. Dabei wurde auf einem Teilabschnitt auch der bestehende Wanderweg ausgebaut und ein zusätzlicher Umkehrplatz errichtet.

Für die Errichtung von Windkraftanlagen wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Errichtung des Anlagenfundamentes mit einem Durchmesser von ca. 16,0 m
  • Errichtung eines Trafofundamentes, je nach Trafogröße zwischen 3,70 x 5,70 oder 3,70 x 2,70
  • Errichtung von Kranstellplätzen mit einer Größe von 25 x 45 m
  • Errichtung von Lagerflächen für Rotorblätter mit einer Größe von 9 x 45 m
  • Errichtung der Montageflächen für Kran mit einer Gesamtlänge von 140 m und ca. 3,0 m Breite

Die Windkraftanlagenfundamente wurden in den Felsuntergrund eingebunden. In den Bereichen, in welchen der Fels nicht so weit herausragte, erfolgte eine Untergrundverbesserung für die Aufstandsfläche des Fundaments. Die Fundamente wurden jeweils überschüttet, sodass am Ende nur der Fundamenthals mit einer Breite von 5,50 m über das Gelände herausragte.

Nach Fertigstellung der Windkraftanlagen wurden die Montageflächen für den Kranaufbau und die Lagerflächen wieder übererdet und begrünt. Die Arbeitsräume im Bereich der Fundamentherstellung wurden, dort wo Wald war, wieder bewaldet und bepflanzt.

Die neu errichteten Wegflächen und Umkehrflächen wurden in den Böschungsbereichen humusiert und begrünt und danach auch bepflanzt.

Die elektrotechnische Infrastruktur besteht aus dem Netzanschluss im Umspannwerk Mitterdorf, dem Verbindungskabel zwischen dem Umspannwerk und dem Windpark, der windparkinternen Verkabelung sowie den Trafostationen neben den einzelnen Windkraftanlagen.

Der Anschluss an das bestehende Netz im 110/20kV Umspannwerk Mitterdorf bzw.. Schaltstelle des E-Werk Kindberg erfolgte an die 20-kV-Sammelschiene und erforderte geringe technische Maßnahmen.

Die windparkinterne Verkabelung wurde als 20-kV-Ring-Kabelleitung ausgeführt, hat eine Kabellänge von etwa 6,8 km bzw. eine Trassenlänge von etwa 4,4 km und wurde größtenteils mit einem Kabelpflug in den windparkinternen Transportwegen verlegt. Nur die Abzweige zu den Stationen der jeweiligen Windkraftanlage werden in offener Bauweise verlegt.

Die Trafostationen bei den Windkraftanlagen 1 bis 8 befinden sich etwa 3 m neben den Fundamenten der Windkraftanlagen. Die 3-feldrige typgeprüfte SF6-isolierte Schaltanlage besteht in Summe aus zwei Ringkabelabzweigen (Einspeisung WP-Ringkabel) und einem Leistungsschalterabzweig (WKA-Transformator).

Die Trafostation bei der Windkraftanlage 9, stellt den Anbindungspunkt für die Kabeltrasse in das Umspannwerk Mitterdorf dar.